Aktienfonds

( http://www.aktien-lernen.de/fonds/vorteile/ )

Vorteile

Der offensichtliche Vorteil liegt darin, dass sie so Anteile an vielen verschiedenen Unternehmen kaufen können, ohne sich mit jedem einzelnen Unternehmen befassen zu müssen. Sie können so ganz einfach das Risiko streuen. Enthält ein Fonds zum Beispiel 100 verschiedene Papiere und geht eines dieser Unternehmen Pleite, ist der Verlust für Sie äußerst gering. Sie müssen sich um das Management Ihres Vermögens keine Gedanken mehr machen (oder zumindest weniger Gedanken), da der Fondsmanager diese Aufgabe für Sie übernimmt.

Der Fondsmanager hat (zumindest meistens) mehr Ahnung von exotischen Märkten und Branchen als Sie und kann deshalb bessere Entscheidungen treffen. Wenn Sie in Indonesien oder in die Biotechnologiebranche investieren wollen, hat ein Fondsmanager sein Ohr wahrscheinlich näher am Markt. Wie wir noch sehen werden, stimmt das zumindest in der Theorie…

Es ist auch möglich, mit einem Sparplan in Fonds zu investieren, was das Maximum an Bequemlichkeit für Sie darstellt. Durch einen Dauerauftrag wird jeden Monat ein bestimmter Betrag von Ihrem Konto abgebucht und in den Fonds investiert. Sie müssen überhaupt nichts mehr dazutun.

Auch können Sie durch einen Aktienfonds Unternehmensanteile aus der ganzen Welt erwerben. Müssten Sie sich dazu jedes Unternehmen einzeln aussuchen, wäre dieser Aufwand wohl unverhältnismäßig hoch.

Auch die am 1.1.2009 eingeführte Abgeltungssteuer wird die Fonds im Verhältnis zur direkten Anlage in Aktien bevorzugen. Denn die Umschichtungen innerhalb des Fonds bleiben für Sie als Anleger steuerfrei, während Sie auf jeden Gewinn, den Sie mit einer Aktie erzielen, beim Verkauf 25% Steuer bezahlen müssen.

Nachteile

Den eben genannten Vorteilen stehen aber leider auch zahlreiche Nachteile eines Fonds gegenüber. Die Auswahl, ob Fonds für Sie attraktiv sind oder nicht, können Sie nur treffen, wenn Sie beide Seiten der Medaille kennen.

Erstens nehmen Sie sich mit dem Fonds die Möglichkeit, sich aktiv um Ihr Geld zu kümmern. Die Entwicklung Ihres Vermögens hängt vom Fondsmanager ab, Sie haben nichts mehr zu sagen. Gerade wenn Sie ein Mensch sind, der sich aktiv um sein Geld kümmern will, sollten Sie von einer Anlage in Fonds absehen.

Der Fondsmanager ist in seinen Entscheidungsspielräumen oft auch sehr eingeschränkt. Zum Beispiel MUSS er in Aktien investiert sein, egal, wie schlecht die Marktlage momentan auch aussieht. Sie dagegen können rechtzeitig aussteigen und abwarten, bis der Markt wieder positiver aussieht.

Dann fallen für einen Fonds höhere Gebühren an als bei Aktien. Denn die Fondsgesellschaften verlangen in aller Regel einen Ausgabeaufschlag und eine jährliche Gebühr für die Verwaltung des Fonds. Der Ausgabeaufschlag beträgt in der Regel 5%. Das heisst, Ihr Fonds muss erst einmal 5% Gewinn machen, damit Sie wieder bei 0 sind…

Das wichtigste Argument gegen Fonds

Das wichtigste Argument gegen Fonds ist aber die Performance:

80% der Fonds schneiden schlechter ab als der Markt!

Man könnte ja denken, wenn sich professionelle Manager um einen Fonds kümmern und dafür auch noch Geld verlangen, könnte man sich über eine hohe Performance, also eine tolle Wertentwicklung, freuen. Dem ist jedoch oft nicht so. In Studien zeigt sich immer wieder, dass zwei Drittel bis 90% der Fonds schlechter abschneiden als ein Verlgeichsindex.

Vergleichen Sie dazu die Dividend Low 5-Strategie, die in den letzten Jahrzehnten regelmässig viel bessere Renditen als der Markt erwirtschaftet hat und entscheiden Sie selbst, was für Sie attraktiver kling. Beziehen Sie bei Ihrer Entscheidung Ihre persönliche Risikoneigung, die Zeit, die Sie investieren können und die Tipps zur Auswahl von Fonds auf der nächsten Seite mit ein.

Wichtige Tipps zur Auswahl von Fonds


Wenn Sie sich doch für den Kauf von Fonds entschieden haben, sollten Sie einige Tipps beachten, damit Sie optimal von den Möglichkeiten dieses Anlageproduktes profitieren können. Hier haben wir für Sie einige wichtige Tipps zusammengestellt.

1. Verzichten Sie auf den Ausgabeaufschlag

Suchen Sie gezielt nach Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Verschiedene Anbieter haben bis zu mehreren Tausend Fonds ohne diese Gebühr im Programm. Denken Sie daran, der Ausgabeaufschlag von bis zu 5% sorgt dafür, dass Sie sofort erst einmal ins Minus rutschen und diese Summe mit Ihren Zinsen “verdienen” müssen, um wieder bei 0 zu sein.
Eine Auswahl von tausenden Fonds ohne Ausgabeaufschlag finden Sie zum Beispiel bei verschiedenen Fondsanbietern.

2. Leistung zählt

Achten Sie auf die bisherige Performance des Fonds (wie gut ein Fonds in den letzten Jahren im Verhältnis zum Markt gelaufen ist). Ein guter Fonds sollte den Vergleichsindex in den letzten Jahren immer geschlagen haben, und zwar nicht nur in guten, sondern vor allem in schlechten Börsenzeiten.

3. Wie risikobereit sind Sie?

Denken Sie bei der Auswahl des Fonds auch an Ihre persönliche Risikobereitschaft. Scheuen Sie jedes Risiko, fahren Sie wohl mit Rentenfonds am Besten. Bringen auch größere, vorübergehende Verluste Sie nicht aus der Ruhe, möchten Sie sich vielleicht an Aktien- oder sogar Hedgefonds wagen. Letztere sollten aber wirklich nur für erfahrene Anleger und Spekulaten in Frage kommen.

4. Vergleichen Sie

Sie müssen sich über eines im Klaren sein: Bankberater erhalten dafür Geld, dass Sie Ihnen bestimmte Fonds empfehlen und verkaufen. Gleiches gilt für die meisten anderen Finanzberater. In erster Linie geht es diesen Menschen um ihren eigenen Profit (was ja auch völlig legitim ist). Lassen Sie sich deshalb keinen Fonds “aufschwätzen”, sondern überlegen Sie in aller Ruhe, vergleichen Sie verschiedene Angebote, überschlafen Sie die Angebote und überstürzen Sie nichts.