RW-Medien nur wenige Male überschreibbar

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Um Kosten zu sparen, speichere ich meine Daten gerne auf wiederbeschreibbaren DVD+RWs. Die Medien sollen sich 1000-mal überschreiben lassen, bei mir geben sie aber bereits nach einigen wenigen Überschreibvorgängen den Geist auf und lassen sich nicht mehr verwenden. Woran liegt das?

Die Angabe von 1000 Überschreibvorgängen ist ein theoretischer Wert, der in der Praxis nur selten erreicht wird. RW-Medien (dazu gehören DVD+RW, DVD-RW und CD-RW) speichern die Daten auf einer anorganischen Phase-Change-Schicht, die beim Brennen ihren Zustand von amorph zu kristallin (oder umgekehrt) wechselt. Für diesen Schreibvorgang muss der Brenner seinen Laser genau justieren: Brennt er zu schwach, so sind die Markierungen schlecht zu lesen. Brennt er zu stark, ist die Disc zwar gut zu lesen, die Aufnahmeschicht wird jedoch bereits nach wenigen Überschreibvorgängen zerstört. Da von jedem Überschreib- und Löschvorgang auf jedem Fall der Lead-In-Bereich betroffen ist, ist die Disc dann gar nicht mehr zu gebrauchen.

Da die Phase-Change-Schicht bei den ersten Schreibvorgängen noch initialisiert wird, erhält man die besten Brennergebnisse meist nach dem zweiten oder dritten Überschreibvorgang. Danach sollte die Schreibqualität eigentlich konstant bleiben und erst nach einigen hundert Überschreibvorgängen langsam abnehmen. Wenn die Disc wesentlich schneller kaputt geht, liegt entweder ein Fertigungsmangel vor oder der Brenner beschreibt die Disc mit einem zu starken Laser. Man kann probieren, ob ein Firmware-Update für den Brenner Abhilfe schafft, in den meisten Fällen wird man jedoch auf eine andere Rohlingsmarke oder gar ein anderes Laufwerk ausweichen müssen. Die DVD-RAM ist übrigens wesentlich beständiger und hält theoretisch bis zu 100 000 Überschreibvorgängen stand. (hag)